Einziger Fernlehrgang mit Staatlicher Prüfung
Gut strukturiert und gut nebenberuflich zu machen
Dozenten und Tutoren gut, Institut naja
Die Lehrkräfte sind sehr kompetent und hilfsbereit. Die Studienmaterialien sind sehr gut aufgebaut und ideal fürs Selbststudium. Leider waren meine Hefte damals teilweise doch ziemlich veraltet, weshalb es nötig war, die fehlenden Jahre mittels anderer Literatur zu ergänzen. Einsendeaufgaben und Klausuren wurden in der Regel zeitnah und fair benotet, Online-Fragen schnell und mit viel Geduld beantwortet. Bei den Korrektoren gibt es das ein oder andere schwarze Schaf, was die AKAD jedoch nicht weiter zu interessieren scheint. Leider scheinen die Tutoren/Dozenten alle freiberuflich angestellt zu sein. Das wird ihrer Bedeutung meiner Meinung nach nicht gerecht. Eine Umstrukturierung bei der AKAD hat den Kurs mittlerweile "verschlankt", was ich persönlich nicht gut finde. Der bereits zu Beginn meines Studiums Ende 2009 angekündigte neue Online-Campus wurde bis Ende 2013 nicht realisiert. Meine Studienbetreuerin, von der ich mich sehr gut betreut gefühlt hatte, wurde schließlich durch ein allgemeines Betreuungsteam ersetzt, welches mir weitaus weniger kontaktierbar und hilfsbereit erschien. Das fand ich sehr schade. Die AKAD-Unterlagen allein hätten mir nicht gereicht, um die staatliche Prüfung gut abzuschließen. Sie waren jedoch der Grundstein, ohne den es gar nicht erst möglich gewesen wäre, und haben den größten Teil der Anforderungen gut abgedeckt. Mit etwas Eigeninitiative und einen zusätzlichen Vorbereitungskurs bei einer AKAD-Dozentin war es mir doch möglich, mich bestmöglich vorzubereiten. Die Mühe hat sich gelohnt, und ich bin der AKAD - vor allem den Dozentinnen - sehr dankbar dafür! Aus diesem Grund würde ich die AKAD trotz bestehender Mängel durchaus guten Gewissens weiterempfehlen.
Solider Sprachunterricht, Eigeninitiative gefragt
Mir liegt das Selbststudium, deshalb war für mich ein Lehrgang bei AKAD eine gute Sache. Der Modulaufbau ist sehr gut strukturiert, ca. 3-6 Monate (es geht auch schneller) ist man mit einem Sprachmodul beschäftigt. Es geht los mit Deutscher Grammatik, was mich erst wunderte, sich dann aber doch als sinnvoll herausstellte. Neben Grammatik in Englisch und Deutsch gibt es dann Unterlagen zur Landeskunde zu bearbeiten, sehr gutes Material zum Einstieg ins Fach Wirtschaft und dann gezielt Übersetzungsübungen, allgemeinsprachlich und wirtschaftsbezogen. Zu allen Modulen gibt es Hausarbeiten, die man bearbeiten kann, nicht muss (aber sollte), und Präsenzseminare mit Klausur - für das Abschlusszeugnis sind die Klausuren Pflicht. Der Lehrgang ist nicht billig, aber bietet dafür neun Präsenzseminare. Die Reisen in verschiedene Städte, meist aber Stuttgart, haben mir Spaß gemacht. Die meisten Seminare fand ich richtig gut, haben mir richtig Lust auf englische Sprache gemacht, nur ein Seminar gefiel mir überhaupt nicht. Insgesamt könnten die Kursgruppen kleiner sein, so dass man mehr Gelegenheit zum Sprechen bekommt. Intensivere Einarbeitung in Übersetzersoftware wie Trados, die heute ein Muss ist, wäre auch nicht schlecht, kann man aber beim Trados-Anbieter SDL in vielen Großstädten machen. Wer die staatliche Prüfung ablegen möchte, sollte wissen, dass diese äußerst anspruchsvoll ist (Diplom-Niveau, Durchfallquote bei 60 %), da muss man das Studium schon ernst nehmen. Ich fühlte mich gut vorbereitet und habe die Prüfung auch geschafft, meine Freundin, die sich mit unerwarteten privaten Problemen konfrontiert sah, konnte sich nicht so vertieft vorbereiten und schaffte die staatliche Prüfung nicht - aber schon den AKAD-Abschluss. Prüfungen dürfen wiederholt werden.